Schweizerische Gesellschaft internistischer Chef- und Kaderärzte (ICKS)

Die ICKS ­öffnet sich den internistischen Nachwuchskadern

Offizielle Mitteilungen
Ausgabe
2017/02
DOI:
https://doi.org/10.4414/phc-d.2017.01494
Prim Hosp Care (de). 2017;17(02):0

Affiliations
Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft internistischer Chef- und Kaderärzte (ICKS)

Publiziert am 24.01.2017

Die ehemalige Internistische Chefärztevereinigung hat sich nicht nur einen neuen Namen, ein neues Logo und einen neuen Webauftritt zugelegt, sondern will sich auch neu positionieren. Sie öffnet sich bewusst für jüngere Kaderärztinnen und Kaderärzte und verstärkt die Interessenvertretung der Allgemeinen Inneren Medizin an den Spitälern.
Durch die Fusion der SGAM und SGIM zur neuen Fachgesellschaft SGAIM (Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin) vor einem Jahr ergibt sich die einmalige Chance, dem internistischen Nachwuchs ein interessantes Weiterbildungscurriculum zu bieten und die Versorgung der Bevölkerung im ambulanten und stationären Bereich auf hohem Niveau zu fördern. Der Vorstand der ehemaligen Internistischen Chefärztevereinigung (CV) wollte dieses Momentum nutzen und konstituierte die Organisation an der Generalversammlung Ende Mai 2016 neu. Unterdessen sind verschiedenen Projekte umgesetzt worden, so dass die Schweizerische Gesellschaft Internistischer Chef- und Kaderärzte (ICKS) aufgefrischt ins neue Jahr starten kann.

Das Netzwerk der Chef- und Kader­internisten

In der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde die CV als eine Interessengemeinschaft von internistischen Chefärzten gegründet. Die Absicht war, die internistische Fortbildung für im Spital tätige Kaderärzte zu institutionalisieren und den regelmässigen Austausch zu pflegen. Durch den konstanten Wandel im Gesundheitswesen veränderten sich die Sachbereiche, um die sich die CV kümmerte. Die Fortbildungsmöglichkeiten wurden ausserdem international und national durch gut zugängliche Angebote erleichtert und erweitert.
Seit ihrer Gründung hat sich die CV mit standespolitischen Themen beschäftigt wie der Weiterbildung des Nachwuchses, den Fragen der DRG (diagnosebezogene Fallgruppen), der Tarifierung der ambulanten Leistungen im Spital, Spitalorganisationsformen, Netzwerkbildung, den Fragen der hochspezialisierten Medizin (HSM), der Notfallversorgung in den Spitälern, der Versorgung von Schlaganfallpatienten, der Definition und Richtlinien für Intermediate care-Stationen (IMC), den Leistungsaufträgen in den Kantonen, den Tutoriaten für Kaderärzte, der aktiven Beteiligung und Organisation von nationalen Fortbildungsveranstaltungen und Qualitätsfragen. Zudem hatte das Präsidium der CV einen ständigen Sitz im Vorstand der SGIM und stellte damit die enge Verbindung zur Fachgesellschaft sicher.

Breites Aufgabengebiet für die ICKS

Dies ist nur ein kleiner, aber eindrücklicher Auszug der Themenpalette, die bearbeitet wurde und wird. Die Anforderungen und Bedürfnisse der im Spital tätigen Internistinnen und Internisten haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Die Weiterbildung sowie die Fortbildung an den verschiedenen Weiterbildungsstätten in regionalen Spitalorganisationen, Zentrumsspitälern und Universitäten wird aber ein zentrales Anliegen der ICKS bleiben. Zusammen mit ihren Mitgliedern will die Organisation ihre Ziele weiterverfolgen, um der Spitalmedizin und damit der Versorgung der Patientinnen und Patienten eine gewichtige Stimme zu verleihen.
Zudem möchte die ICKS innerhalb der Fachgesellschaft SGAIM und auch in den verschieden standespolitischen Gremien ausserhalb der Fachgesellschaft die Anforderungen an die Internistinnen und Internisten mitdefinieren, die Qualität der Spitalmedizin in der Schweiz mitgestalten sowie die Weiterbildung fördern und die Möglichkeiten unseres Berufes besser aufzeigen.
Der im Mai 2016 neu gegründete Verein soll in der Lage sein, die aktuellen Aufgaben zu erfüllen und die Interessen der Spitalmedizin wirksam zu vertreten. Er bildet eine breite und attraktive Plattform, an der sich alle Kaderärztinnen und -ärzte der medizinischen Kliniken beteiligen können.

Gut verankert in der Fachgesellschaft

An der Delegiertenversammlung der SGAIM sind die Kaderärztinnen und Kaderärzte der Spitäler mit zehn Sitzen vertreten. Fünf zusätzliche Delegierte werden durch die Internistinnen und Internisten der universitären Kliniken gestellt. Vertreter der ICKS arbeiten mit in der Weiterbildungskommission, der Kommission zur Anerkennung der Weiterbildungsstätten, der Arbeitsgruppe DRG und weiteren Arbeitsgruppen und Kommissionen der SGAIM. Regelmässige Treffen finden anlässlich des SGAIM-Frühjahrskongresses (nächstes Mal 3. bis 5. Mai 2017) und im Herbstkolloquium an einer jeweils wechselnden internistischen Klinik statt. Im November 2016 hat sich die ICKS im Kantonsspital Chur getroffen, wo die Umsetzung des Lean Management im Spital thematisiert wurde.

Neue Mitglieder herzlich willkommen

Kaderärztinnen und Kaderärzte, die in internistischen Kliniken tätig sind und sich an der Versorgung internistischer Patienten aktiv beteiligen sind herzlich als Mitglieder der ICKS willkommen. Auf der neu gestalteten Website unter finden Sie weitere Informationen über unsere Organisation, zum Beispiel die Statuten. Im Bereich, der für die Mitglieder reserviert ist, sind Mitgliederinformationen in Deutsch und Französisch abgelegt.
Zudem können Sie sich auf der Website auch direkt anmelden. Alternativ kann ein Antrag zur Aufnahme direkt an den Sekretär der ICKS, PD Dr. med Thomas Brack gesendet werden.
PD Dr. med. Esther Bächli, Präsidentin der ICKS. 
Foto: Bruno Schmucki, SGAIM.
ICKS
Dr. Thomas Brack
Kantonsspital Glarus
Burgstrasse 99
8750 Glarus
thomas.brack[at]ksgl.ch